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Landschaft Stammertal

Dank seines ungewöhnlich milden Klimas und den fruchtbaren Böden überrascht das Stammertal mit einer einzigartigen Vegetation: in einer äusserst seltenen Symbiose wachsen hier neben grünen Spargeln und sonnenverwöhnten Trauben auch der wunderschön blühende Tabak und der traditionelle Stammer Hopfen, aus dem das Stammheimer Bier gebraut wird. Grüne Wiesen, weite Getreidefelder, malerische Wasserläufe und Seen, leuchtende Rebberge und stattliche Riegelbauten prägen die Landschaft und laden ein, auf Entdeckungsreise zu gehen.

Das Stammertal, das den nordöstlichen Teil des Zürcher Weinlandes bildet, besteht aus den drei Gemeinden Oberstammheim, Unterstammheim und Waltalingen. Gletscher haben vor mehr als 10'000 Jahren durch das mehrmalige Vorstossen und Rückschreiten die Landschaft mit ihren Hügelzonen und Seen (Nussbaumer-, Hüttwiler- und Hasensee) geprägt. Die Schmelzwasserbäche sind für die weite, flache Ebene hinter der Hügelzone verantwortlich.  Im 9. Jahrhundert war die Mehrheit des Landes im Besitz des Klosters St. Gallen, das während mehr als tausend Jahren die Abgaben durch seine Amtsleute einziehen liess. 1808 löste die Stadt Zürich die Stammer Gemeinden schliesslich durch Zahlung von 200'000 Gulden rechtlich und finanziell vom Kloster ab.