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Theo Frey
Theo Frey

Seit Herbst 2008 schmücken Stammheim-Bilder des Fotografen Theo Frey (1908-1997) den «Hirschen». Sein Werk zählt zu den bedeutendsten der Schweizer Fotografie des 20. Jahrhunderts. Die Bilder, die im «Hirschen» zu sehen sind, entstanden 1938 im Rahmen eines Projekts für die Schweizerische Landesausstellung 1939 («Landi 39»). Theo Frey hatte sich im Frühjahr 1938 an die Direktion der Landi 39 gewandt mit dem Vorschlag, die Schweiz durch zwölf ausgewählte Dorfgemeinden, die jeweils typisch für eine ganze Region sind, darzustellen. Stammheim wählte er als eine von zwölf Gemeinden aus und schuf mit Bildserien zu verschiedenen Themen  – z.B. Reben, Hopfen, Hochzeit in Stammen, Putzen an einem Samstag – ein Porträt des Dorfes. Ziel seines Projekts war es, die kulturellen Eigenheiten jeder Region sichtbar zu machen, aber auch das Gefühl der Zusammengehörigkeit und der nationalen Identität zu stärken und den Schweizern und Schweizerinnen somit ihr Land näherzubringen. Mit sieben «rein bäuerlichen» Orten legte er das Hauptgewicht deutlich auf Themen des ländlichen Lebens und seine Bilder bringen in erster Linie die Lebenswelten der kleinen Leute zum Ausdruck. Seine sorgfältig aufgebauten und konzipierten Bildserien leben dabei nicht von dramatischen Momentaufnahmen, sondern in erster Linie vom scharfen Blick für das Unscheinbare und für den Alltag, der die Menschen prägt.

Freys Hauptwerk entstand in den späten dreissiger und in den vierziger Jahren. Der fotografische Nachlass von Theo Frey umfasst rund 100'000 Negative, 3500 Kontaktbögen, Belegbücher mit eingeklebten Reportagen und tausende von Arbeits-, Presse- und Ausstellungsprints.

Die Schweizerische Fotostiftung in Winterthur widmete Theo Frey zu dessen 100. Geburtstag im Jahr 2008 eine Ausstellung (1. März bis 24. August 2008).